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Fotografieren wir nicht alle gerne? Wir glauben wohl! Um deinen Horizont diesbezüglich zu erweitern gibt’s von uns für dich ein wenig Faktenwissen rund um das Thema Fotografie. Unnötig – aber garantiert interessant. 

Fakt 1: Das älteste noch erhaltene Foto stammt vom französischen Erfinder Joseph Nicéphore Niépce und zeigt den Blick aus dessen Arbeitszimmer. Es wurde wahrscheinlich im Herbst des Jahres 1826 aufgenommen. Wann das erste analoge Foto überhaupt geschossen wurde, ist leider nicht bekannt.

Fakt 2: Laut einer Umfrage waren 2014 die Haushalte von rund 47,2 Millionen Personen ab 14 Jahren im deutschsprachigen Raum mit einer digitalen Kamera ausgestattet. Die Tendenz ist jedoch: 2018 fand man nur noch in den Haushalten von 39 Millionen Personen eine Kamera vor. Ob das Smartphone und deren zunehmend hochwertigen Kameras wohl etwas mit dieser Entwicklung zu tun haben…?

Fakt 3: Du denkst Bildbearbeitung ist ein Phänomen der Neuzeit? Falsch gedacht! Fotografien zu bearbeiten war schon vor 200 Jahren total angesagt. Im 19. Jahrhundert hat man sich herrlich darüber amüsiert, die Köpfe von Personen auf Bildern wegzuretuschieren und häufig stattdessen an anderer Stelle, zum Beispiel in ihren Händen, erscheinen zu lassen. So schnell wie heute am PC ging es damals jedoch nicht, denn statt ein paar Klicks war Fingerspitzengefühl gefragt: Bilder mussten hierfür unter anderem akkurat Bilder zerschnitten werden. Wie das Ergebnis aussah? Schau mal hier…

Fakt 4: Klingt komisch, ist aber so: auf dem Mond liegen einige Kameras rum. Der Grund? Astronauten! Da sie nur eine begrenzte Menge Gewicht zur Erde zurücknehmen durften, tauschten einige wohl ganz gerne ihre mitgebrachte Kamera gegen etwas Mondgestein aus. Verständlich bei so einem coolen Souvenir! Die Filme wurden zuvor aber natürlich aus der Kamera entfernt. Und durch diese kleine Tauschaktion kommt es, dass bis heute wohl rund 12 leere Kameras auf dem Mond liegen und den Himmelskörper zieren.

Fakt 5: Das teuerste Foto der Welt heißt “Phantom”, wurde vom australischen Fotograf Peter Lik geknipst und zeigt ein Canyon Gewölbe in Arizona. Es wurde 2014 angeblich für schlappe 6,5 Mio US-Dollar verkauft. Auf Platz zwei stammt ein Bild aus Deutschland – Und zwar das “Rhein II”. Wie der Name vermuten lässt, zeigt es den Rhein. Ein bisschen Wiese und Himmel ist aber auch noch zu sehen. Es stammt vom deutschen Fotograf Andreas Gursky aus dem Jahr 1999 und wurde für 4,3 Mio US-Dollar verkauft.

Fakt 6: Menschen lieben es ihre Bilder online zu teilen. Auf Facebook werden weltweit pro Tag rund 300 Millionen Bilder hochgeladen, auf Instagram etwa 95 Millionen. Tendenz: natürlich steigend.

Fakt 7: Heutzutage ist es etwas völlig Normales Bilder im Internet hochzuladen. Früher sah das jedoch etwas anders aus. Das allererste Bild, dass jemals im Netz landete, wurde 1992 vom damaligen IT-Entwickler am Forschungsinstitut CERN, Silvano De Gennaro, hochgeladen. Es zeigt vier junge Frauen vor blauem Hintergrund und die Überschrift “Les Horribles Cernettes”. Dabei handelte es sich um eine parodistische Popmusik-Gruppe, die 1990 von einer Sekretärin am Forschungsinstitut CERN gegründet wurde.

Fakt 8: Die erste Digitalkamera wurde in den 70er Jahren von Steve Sasson, einem Mitarbeiter des Unternehmens Kodak, entwickelt. Sie wog sage und schreibe vier Kilogramm und war mit einer gebrauchten Super-8-Linse und einem Kassettenlaufwerk ausgestattet. Das erste Bild mit diesem Klotz von Kamera wurde am 8. Dezember 1975 geschossen.

Fakt 9: Laut einer Studie aus dem Jahr 2017 werden ein Großteil unserer Urlaubsfotos nicht etwa mit der Spiegelreflex oder Systemkamera gemacht, sondern schlicht und ergreifend mit dem Smartphone. So landen 68 % aller Urlaubserinnerungen auf dem Handy. Auf Platz zwei liegt das Tablet mit 27 % und den dritten Platz belegen digitale Kompakt-Kameras mit 26 %. Mit der Spiegelreflex-Kamera werden nur 12 % aller Urlaubsbilder gemacht, mit der System-Kamera 11 %.

Fakt 10: Das Kameras nicht immer ganz günstig sind, ist nichts Neues. Gerade alte Modelle, die mittlerweile als wahre Sammlerstücke zählen, beispielsweise die Kameras der Leica-0 Serie, können verdammt teuer sein. Für solch ein Schmuckstück blättert man schätzungsweise um die 350.000 – 450.000 Euro hin. Aber auch für moderne Geräte kann man gut und gerne ein kleines Vermögen ausgeben. Die digitale Spiegelreflexkamera H6D-400c Multishot des schwedischen Herstellers Hasselband beispielsweise kostet rund 48.000 Euro – ohne Objektiv. Aber hey, vielleicht ist bei dem Preis wenigstens der Versand umsonst!

PS: Solltest du gerade tatsächlich auf der Suche nach einer Kamera sein: Die guten Stücke kann man auch wunderbar gebraucht und somit auch deutlich günstiger kaufen – beispielsweise bei uns im Shop.

Du hast noch nicht genug und Lust auf ein paar praktische Tipps? In unserem Artikel Nachgefragt! Tipps & Tricks rund ums Fotografieren verraten wir dir, wie du deine Bilder mit nur wenigen Kniffen zum Glänzen bringst.