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Tipp 5: Weniger ist mehr

Was?

Minimalismus ist voll im Trend. Und das ist kein Wunder, denn: weniger ist wirklich mehr. Unsere Gesellschaft steht für ausuferndes Konsumverhalten und für eine geringe Wertschätzung gegenüber unseres Hab und Gut. Die Folge: wir haben deutlich mehr, als wir brauchen, vieles landet zu schnell in der Tonne und erfreuen können wir uns an unseren Besitztümern auch nicht mehr so recht. Minimalismus bedeutet Nachhaltigkeit für die Umwelt aber auch für uns selbst.

Warum?

Ob Lebensmittel, Kleidung, Deko oder Elektronik – Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft par excellence. So landen in Deutschland pro Jahr beispielsweise 11 Millionen Tonnen Lebensmittel, rund 2 Millionen Tonnen Elektronik und und mehr als eine Tonne Textilien im Müll. Vieles, obwohl es hätte vermieden werden können oder obwohl es noch nutzbar gewesen wäre. Essensreste, die man noch verwerten könnten, schmeißen wir achtlos in die Tonne, das Kleidungsstück, das uns nicht mehr gefällt, werfen wir weg und auch das Handy mit dem Kratzer auf dem Display ersetzen wir lieber durch ein neues, anstatt das alte, das wir gerade einmal vor einem Jahr gekauft haben, reparieren zu lassen. Dieses Verhalten geht nicht nur mit einer niedrigen Wertschätzung unserer Besitztümer einher, sondern ist noch dazu alles andere als ressourcenschonend und nachhaltig.

Wir gehen mit unserem vielen Hab und Gut äußerst nachlässig umgehen. Die Freude über Neuerworbenes hält deswegen meist nur kurz an, ehe unsere Errungenschaften, neben den vielen anderen im Regal verstauben und wir uns schon wieder nach was ganz anderem sehnen. Unser gegenwärtiges Konsumverhalten wirkt sich deshalb nicht nur negativ auf unsere Umwelt aus, sondern auch auf unser eigenes Wohlergehen.

Wie?

In vielen Teilen der Gesellschaft bricht langsam ein Umdenken herein und so ist der minimalistische Lebensstil seit einigen Jahren in aller Munde und wird von immer mehr Menschen ausgelebt. Statt sich ohne Halten mit mehr und mehr Gütern auszustatten gilt es mit Achtsamkeit einzukaufen und sich nur das zuzulegen, was man wirklich zum Leben braucht und was einen wirklich und dauerhaft (nicht nur für die fünf Minuten nach dem Kauf) glücklich macht.

Photo by Andre Gorham II on Unsplash

10.000 Sachen besitzt jeder deutsche im Schnitt. Da den Überblick behalten? Kaum möglich! Ein minimalistischer Lebensstil wirkt befreiend und schafft Platz für das Wesentliche und das, was einem wirklich wichtig ist – und das nicht nur räumlich, sondern auch im Kopf. Wir wissen wieder, was wir da eigentlich haben, können es besser wertschätzen und uns länger und mehr darüber freuen. Weniger ist mehr. Ein alter Spruch, den man gerne einmal so daher sagt, doch er ist absolut richtig.