Nachhaltigkeitswoche – Tag 4

Tipp: Regional und saisonal einkaufen

Was?

Die Erdbeeren aus Marokko, die Mango aus Thailand und die hippen Chia-Samen aus Mexiko. Oder woher kommen die Nahrungsmittel, die du so Zuhause hast? Nachhaltig leben bedeutet auch auf die Regionalität und Saisonalität von Lebensmitteln zu achten.

Warum?

Ein Großteil der Früchte, die hierzulande verkauft werden, stammen aus dem Ausland. Insgesamt werden rund 60% des Gemüses und 80% des Obsts importiert – das bedeutete 2018 einen Import von rund 14,6 Millionen Tonnen Obst und Gemüse. Dieses kommt mit dem Laster, Frachter oder Flugzeug zu uns in die Märkte. Wie wir schon in unserem Nachhaltigkeits-Special 2geschrieben haben, verbrauchen diese Transportmittel jedoch große Mengen CO2, welches sich folgenschwer auf unsere Umwelt und unser Klima auswirkt. Regional einzukaufen bedeutet also CO2 zu sparen und nachhaltig zu konsumieren.

Umso verarbeiteter Lebensmittel sind, umso schwieriger wird es natürlich nachzuverfolgen, woher die einzelnen Bestandteile kommen. Doch natürlich lohnt es sich nicht nur bei frischem Obst und Gemüse auf die Herkunft zu achten, sondern auch bei allen anderen Leckereien, die in unseren Einkaufswägen landen. Gut nachvollziehbar ist dies beispielsweise auch bei Nüssen, Getreide, Trockenfrüchte oder Konserven.

Blatt einer Pflanze

Doch nicht nur Regionalität ist wichtig, sondern auch Saisonalität. Obst und Gemüse, welches außerhalb der Saison im Supermarkt angeboten wird, stammt entweder aus der Ferne (und ist somit auch nicht regional) oder aber muss unter hohem Energieaufwand in Treibhäusern produziert werden. Diese Form des Anbaus verbraucht 34 Mal soviel Energie wie der natürliche Anbau im Freiland. Außerdem wird Gemüse und Obst, welches außerhalb der Saison angebaut wird, mit deutlich mehr Dünger und Pestiziden behandelt – dafür werden oft chemische Stoffe verwendet. Auch Aroma, Vitamin- und Nährstoffgehalt leiden unter dem Treibhausanbau.

Regional und saisonal einzukaufen bedeutet daher nicht nur der Umwelt etwas Gutes tun, sondern auch unserer Gesundheit und unserem Gaumen.

Wie?

Achte beim Einkauf einfach auf die Herkunftsangaben der Produkte und informiere dich, im Internet oder über einen Saisonkalender (zum Beispiel hier), welches Obst und Gemüse gerade in der Saison ist. Noch besser: direkt beim Bauern auf dem Hof oder auf regionalen Märkten einkaufen. So unterstützt man auch noch kleine Erzeuger aus der Umgebung.

Oder aber: Gartenhandschuhe anziehen und selbst anbauen oder in deiner Gegend feine Leckereien selbst sammeln gehen. Wo öffentlich zugänglich Beeren, Pilze, Nüsse, Äpfel und andere mehr auf dich wartet, kannst du beispielsweise auf der Karte von Mundraub nachsehen. So schmeckt es doch gleich noch besser!

Und für alle, die auf Mango, Maracuja und co. einfach nicht verzichten können – don’t worry! Können wir echt gut verstehen. Was man in dem Fall tun kann: die tropischen Früchte nicht ganz aus dem Ernährungsplan streichen, sondern einfach etwas reduzieren. Auch damit ist schon viel gewonnen.

Noch nicht genug? Erfahre in diesem Artikel noch mehr über eine gesunde und nachhaltige Ernährung.

Unterschrift

Christine Hierer

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