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Es ist nicht mehr lange hin bis Weihnachten. Doch wie feiern wir den Tag der Liebe möglichst angenehm und noch dazu nachhaltig? Hier zehn einfache Tipps für ein nachhaltiges Weihnachten.

1. Der Weihnachtsbaum…

…wird für Weihnachten gefällt, ziert für kurze Zeit unsere Wohnzimmer und landet dann oftmals achtlos auf der Straße und anschließend bei der Müllabfuhr. Der Aufstieg und Fall des Weihnachtsbaums – gar nicht mal so glorreich, was? Und auch gar nicht mal so nachhaltig, denn Holz ist eine wertvolle Ressource, mit der wir nicht verschwenderisch umgehen sollten. Wie gut, dass es ein paar Alternativen gibt. Eine davon ist der wiederverwertbare Baum aus Plastik – selbst da gibt es mittlerweile ganz hübsche Modelle. Wem das aber zu unnatürlich ist, der kann sich heutzutage vielerorts Weihnachtsbäume leihen (ja, leihen, richtig gehört!). Diese werden vor dem großen Fest, mitsamt Wurzel, ausgeliehen und nach Weihnachten wieder zurückgegeben und erneut eingepflanzt. Cool, oder? Ansonsten kann man sich aber auch überlegen, ob es überhaupt ein riesiger Weihnachtsbaum sein muss oder ob nicht einfach eine kleine Variante oder ein selbstgebasteltes Gestell reicht.

2. Genieß die Zeit mit deinen Liebsten

Vergiss beim ganzen Weihnachtstrubel nicht, einfach mal in Ruhe mit deinen Lieben zusammenzusitzen, dich gebührend mit ihnen auszutauschen und einfach eine schöne Zeit zusammen zu haben. Da sich zu Weihnachten oft die ganze Familie zusammenfindet ist der Termin eine tolle Gelegenheit für Bilderabende, gemeinsames Weihnachtsfilme-Ansehen und andere gemeinschaftliche Aktivitäten. Achja: auch das Weihnachtsessen lässt sich beispielsweise super mit vereinter Tatkraft zubereiten.

3. Essen – was und wie viel

Apropos Essen! Wer ein nachhaltiges Weihnachten feiern möchte, der sollte auch beim Gaumenschmaus Acht geben. Denn: am Ende hat man ja doch wieder zu viel davon gemacht – kennst du das auch? Kalkulier also genau durch, was gebraucht wird und besorgt werden muss. Schreib dir einen Einkaufszettel und vor allem: halte dich auch dran. Und im Zweifel: kalkulier lieber etwas weniger ein (denn, wie schon gesagt: am Ende ist es ja doch wieder zu viel) und kauf dafür hochwertige Produkte. Klasse statt Masse! Saisonale und regionale Zutaten machen sich auch an Weihnachten ganz prima und auf das Bio- oder Fairtrade-Siegel zu achten ist ebenso wenig verkehrt. Und wenn es, trotz Einkaufszettel, doch mal wieder zu viel war: verwerte die Reste, statt an jedem Weihnachtsfeiertag was Neues zu kochen.

4. Geschenke nachhaltig verpacken

Die Sache mit dem fancy Geschenkpapier ist die: du kaufst es, verpackst deine Geschenke damit und nach dem Auspacken landet es im Müll. Ebenso wie Anhänger, das Geschenkband und anderer Schnickschnack, der an dem Präsent baumelt. Das ist nicht nur eine wahre Ressourcenverschwendung und somit ganz und gar nicht nachhaltig, die Besorgung der Verpackungsmaterialien nimmt oben drauf unnötig Zeit in Anspruch. Aber hey, es geht auch einfacher und ökologischer: schnapp dir altes Zeitungs- oder Packpapier, ein paar Äste aus dem Garten, Bast und andere wiederverwendbare und natürliche Materialien und verpack dein Geschenk damit. Macht auch optisch ganz schön was her! Wie es geht, zeigen wir dir in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Wir zeigen dir, wie du dein Geschenk nachhaltig verpackst

5. Geschenke gebraucht kaufen

Oder hast du noch gar nicht alle Geschenke zusammen? Dann dieser kleine Tipp: Geschenke müssen nicht immer neu gekauft werden. Auch hochwertige Gebrauchtware kann sich super zum Verschenken eignen. Der Vorteil: man tut was Gutes für die Umwelt und schont dabei euch noch den Geldbeutel. Mehr zu dem Thema kannst du in unserem Artikel Ja zu gebrauchten Weihnachtsgeschenken nachlesen. Und mal so am Rande: auch wenn auf unserem Titelbild hier ein total süßer Hundewelpe ist – denkt gar nicht erst dran! Tiere sind kein adäquaten Weihnachtsgeschenke und sollten nur unter viel Bedacht und Absprache ins Haus geholt werden.

6. Nimm dir Zeit für dich

Nimm dir an den Weihnachtstagen nicht nur Zeit für deine Liebsten, sondern auch für dich selbst. Gönn dir ein Tag im Wellness, einen laaangen Spaziergang, einen Abend mit deiner Lieblingsserie auf dem Sofa oder mit deinem Lieblings-Quietscheentchen in der heißen Badewanne – je nachdem, was dir eben gut tut.

7. Nachhaltiges Weihnachten: weniger ist mehr

Es ist nicht alles Gold, was unter dem Weihnachtsbaum liegt. Schenk deswegen lieber unter dem Motto: weniger ist mehr. Wohl bedachte und gut ausgewählte Weihnachtsgeschenke, statt viele, von denen die Hälfte dann doch nur als Staubfänger im Regal verstaubt. Auch schön: Selbstgemachtes und gemeinsame Aktivitäten verschenken.

8. Was Gutes tun

Wenn nicht zu Weihnachten, wann dann? Tu was Gutes. Das ist gar nicht mal so schwer und es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten. Spende für eine wohltätige Organisation, miste mal wieder aus und gib deine alten Klamotten, Spielzeuge oder andere Dinge, die du eh nicht mehr nutzt, an passende soziale Einrichtungen weiter, back ein paar Weihnachtskekse und verteile Sie an Bedürftige. Einfach mal ein bisschen kreativ werden und kurz überlegen, dann fällt dir sicher ganz schnell was ein, womit du anderen Menschen was Gutes tun kannst.

9. Deko selber machen

Weihnachtsdeko muss nicht neu gekauft werden. Auch hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und dich einfach mal selbst ans Werk machen. Girlanden, Christbaumschmuck und andere Weihnachtszierde kannst du nämlich auch easy selbst basteln. Kleiner Tipp: mit Freunden oder der Familie macht’s besonders Spaß und ihr verbindet eure gemeinsame Zeit direkt mit einer nachhaltigen Weihnachts-Aktivität.

10. Durchatmen nicht vergessen

Die Tipps bisher mögen ja schön und gut sein – trotzdem geraten wir am Ende doch irgendwie schneller in den allseits bekannten Weihnachtsstress, als uns lieb ist. Ein ganz simpler Ratschlag für ein entspanntes und nachhaltiges Weihnachten, der da hilft: atme immer mal wieder ganz tief ein und aus. Das sorgt für Entschleunigung und gibt Ruhe.