Gerade erst hat Apple mit dem iPhone 6 den Kreissaal verlassen, schon wird das neueste „Apfelbaby“, die neueste iPad-Generation, geboren. Wie gewohnt wurde auf der ganzen Welt wild spekuliert, was sich Apple wohl dieses Mal einfallen lassen würde, um den „Applerianern“ den Verstand zu rauben. Gehört man zur exklusiven Apple-Community, ist man anders als die anderen – oder bereits uniform? Wie ist es ein Applerianer zu sein? Was macht sie aus? Schafft es Apple seine Jünger zu halten ohne den iGod Jobs, oder verblasst die Magie allmählich? Wir haben das Apple-Phänomen für euch einmal genau unter die Lupe genommen.  

Apple Babys

Fragt man fleischgewordene Apple-Fans bekommt man oft diese Antworten:  „Der Erfolg des iPhones ist doch selbsterklärend – schließlich ist es von Apple!“ Jeder hat eins, jeder will eins und vor allem braucht jeder eins – ein iPhone, iPad, iPod. Aber warum? „Weil die Produkte ästhetisch sind, chic und ein Symbol für meinen Lebensstil.“ Das kann doch nicht alles sein, fragt man sich dann. Und das stimmt auch. Steigen wir doch mal tiefer in die Materie ein.
Was hat ein Neugeborenes, wie das iPad Air 2 (Release 16.10.14) an sich, dass es solche Euphorie und Glückgefühle auslöst. Erkennst du dich selbst als Applerianer, so stell dir bitte einmal vor wie es war, als du zum aller ersten Mal dein iPhone, iPod oder iPad in der Hand hieltest. Na? Überkam dich ein kleines Kribbeln, eine wonnige Innigkeit und du hast dich beim Lächeln erwischt? Das Auspacken wurde regelrecht zelebriert, langsam und bedächtig wurde die Folie abgezogen… Ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass die Apfel-Fans das alle bejahen. Das kann doch kein Zufall sein!  Das schlichte, saubere, einfache Design gibt einem das Gefühl etwas Reines zu besitzen. In der unserer schmuddeligen Welt gar kein Wunder, dass man an so etwas festhält. Vielleicht ist dem ein oder anderen einmal aufgefallen, dass die Analogie zum beständigen Atmen der Standby-Leuchtiode z.B. eines Macs den Absatztitel unterstreicht. Sein eigenes Leben schützt man so sehr wie das seines Apple Babys. Beim erstmaligen Einschalten hauchte man ihm Leben ein. Fortan möge man es hegen und pflegen. Die innige Beziehung zwischen einem Applerianer und seinem Apple-Gerät. Er selbst ist sozusagen sein eigener iGod.

Apple Jünger

Kommen wir vom Besitz zum Besitzer. Habe ich ein iPad so sollte man mich als jugendlich und dynamisch, zeitgemäß und technikaffin sehen. Zudem merkt man ganz klar, dass ich Wert auf gutes Design lege und es mir leisten kann. Ich bin ein Mitglied in der Apple-Community. Dieses Hochgefühl wird fleißig bejubelt und beklatscht. Das ist in der Community so üblich. Alle, die einmal eine Apple-Store-Eröffnung sehen durften, wissen wovon ich rede. Manche Applerianer stehen stundenlang an, meist sogar einen Tag vorher schlagen sie die Zelte vor dem Store auf. Nach dem Festival der Euphorie erscheinen die frischgebackenen Apple-Baby-Besitzer mit triumphalen Gesten zurück in der wirklichen Welt. Oder vielleicht auch nicht, denn schließlich ist man jetzt Apple-Jünger. In dieser Glaubenswelt hat man aber auch alles was man braucht: einen Anführer, andere Anhänger, Konventionen und begehrte Objekte, die einen verbinden. Seltsam wie schnell sich von einem Technologie-Konzern eine Verbindung zur Religion schlagen lässt. Aber es geht, wie ihr seht.

Apple Allmächtig

Manche sehen Apple als das Non-Plus-Ultra-Ausnahme-Unternehmen-Überhaupt, andere kritisieren den gigantischen Konzern als monopolistische-diktatorische Diven-Firma mit Bestimmungsallüren. Was wohl auch daher rührt, dass Apple viel Zeit darauf verwendet sich an Patentstreiten aufzuhalten.  Dieser Offensivität steht die Geheimniskrämerei gegenüber. Lange war nicht bekannt, dass es ein so genanntes „Manual“ für Store-Mitarbeiter gibt, in denen Verhaltensregeln klar niedergeschrieben sind. Jeder Genius hat sie zu befolgen. Ob es die Körperhaltung ist, Tabu-Wörter wie „Tsk“ (weil es Frustration ausdrückt), oder vorgegebene Synonyme. So gibt es nie „Probleme“ sondern nur „Situationen“ und Geräte stürzen nicht ab – Sie „reagieren nicht“. So wie einst Jobs und Apple als Konzern muss alles absolut perfekt sein. Das Omnipotenz-Image muss unantastbar bleiben. Aber tut sie das noch?  Wenn man tief in die Herzen vieler Apple-Benutzer schaut, merkt man ihnen an, dass die Apple-Magie nicht mehr das ist, was Jobs illusionierte.

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 Apple iGod Jobs

Wie konnte Apple eine technologische Weltmacht und religiöse Zufluchtsstätte werden? Die Anfangszeit von Apple und Jobs ist des Rätsels Lösung. Kalifornien – wir schreiben das Jahr 1976 – Jobs war ein Rebell. Er und Wozniak sagten Microsoft und Gates den Kampf an. Auch der Musikindustrie wurde der Krieg erklärt: mit dem  iPod und iTunes. Jobs galt als Revolutionär und junger Aufständischer. Als unbeugsamer Außenseiter schaffte es das einstige Garagenunternehmen, etwas Zukunftsweisendes aufzubauen und sich gegen alles Alte (Microsoft) aufzulehnen. Dieses wilde Aufleuchten vom Revolutionsgedanken beflügelte die Unternehmensidee, nicht zuletzt dank der Gegenwartskultur in der Jahrtausendwende. Jobs verstand die Signale und nutzte sie gezielt für Apples Image. Warum soll man der Marine beitreten, wenn man ein Pirat sein kann? Dieses Grundgefühl von Freiheit und Jugend packt die Menschen auch heute noch, jedoch wird es merklich weniger. Da muss sich das wertvollste Unternehmen der Welt  (laut Ernst&Young) zeitnah fragen, ob die Zukunft weiter so überirdisch exklusiv bleibt, oder ob die streng gläubigen Applerianer irgendwann vom Glauben abfallen?

Zum Schluss noch ein paar Ap(p)lauswürdige Facts:

Apple Facts:

  • Jobs wollte eigentlich ein Mönch in einem japanischen Kloster werden, da er praktizierender Buddhist war.
  • Das ursprüngliche Apple-Logo zeigte Isaac Newton, wie er unter einem Apfelbaum sitzt und liest.
  • Wenige wissen, dass die ursprünglichen Appel Gründer nicht nur Steve Jobs und Steve Wozniak waren, sondern noch eine dritte Person: Ronald Wayne. Er verkaufte 2 Wochen nach der Firmengründung seine Anteile an die beiden Steves  für 800 Dollar.
  • Apple verfügt über 1,58 Millionen Quadratmeter Bürofläche, darunter 380.000 Quadratmeter für Apple-Läden, 260.000 Quadratmeter für das im Bau stehende Hauptquartier.
  • Pro Sekunde werden im Schnitt 4 iPhones verkauft.
  • Das iPhone kostete in der Herstellung 170 Dollar – Apple verkaufte es für 849 Dollar.

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