Berlin ist für Vieles bekannt. Zum Beispiel für seine Wahrzeichen, wie das Brandenburger Tor, die Siegessäule, den Reichstag, den Fernsehturm am Alex und Weiteres mehr. Doch darüber hinaus ist Berlin auch für seine „Startup Szene“ und seine kulturelle Vielfalt bekannt.

So ist Berlin als das neue Silicon Valleyfür Internet-Startups vom Handelsblatt genannt worden. Diese Bezeichnung bringt es ziemlich auf den Punkt. So fanden in Berlin laut IfM Bonn 135,3 Existenzgründungen auf 10.000 Erwerbsfähige im Jahr 2011statt. Damit liegt Berlin im Vergleich zu den anderen fünfzehn Bundesländern auf dem ersten Platz.

Ein ebenso wichtiges Merkmal Berlins ist, wie schon zuvor angesprochen, sein Multikulturalismus. Jedem, der in Berlin lebt oder als Tourist ein paar Tage in Berlin verbracht hat fällt auf, wie viele Kulturen Berlin in sich beheimatet. Geht man die Warschauer Strasse entlang, trifft man auf Menschen die Spanisch, Englisch oder eine andere Sprache sprechen.

Doch der Multikulturalismus hat nicht bei den Bewohnern Berlins Halt gemacht, sondern ist auch auf die Unternehmen übergeschwappt.

Als Beispiel kann man das Startup Unternehmen Twago nennen. Es fängt damit an, dass jedwede Kommunikation auf Englisch stattfindet, da einfach ein großer Teil der Belegschaft nicht aus Deutschland kommt und dem entsprechend eine andere Muttersprache hat. In der Mittagspause kann man dann die einzelnen Sprachen wie Spanisch, Französisch, Englisch und natürlich auch Deutsch hören oder sich in einer dieser Sprachen üben.

Doch welche Konsequenzen bringt es mit sich, wenn man ein Unternehmen leiten oder gründen möchte?

Es liegt eigentlich auf der Hand. Das Unternehmen muss „plurilingual“ sein!

Damit ein Kunde mein Produkt kauft oder meine Dienstleistung in Anspruch nimmt, muss er/sie sich wohl fühlen und dem Unternehmen vertrauen können.

Dies wird eher der Fall sein, man den Kunden dort abholt, wo er gerade steht. Im Klartext: Ich spreche ihn, soweit es möglich ist, in seiner Muttersprache an. Das erleichtert erheblich den Beziehungsaufbau zum Kunden, da er nicht über jedes Wort drei Mal nachdenken muss, um sich dann immer noch nicht sicher zu sein, ob er etwas richtig gesagt hat.

Im Einzelhandel sollte man daher darauf achten, dass das Personal neben Deutsch mindestens noch eine Fremdsprache spricht.

Falls man als Unternehmer/in zum  Hauptgeschäft auch eine Website betreibt oder alles nur online abwickelt, sollte darauf geachtet werden, dass mindestens eine gute englische Version des Angebots auf dem Markt mit anpreist. Wer nicht über die notwendigen Sprachkenntnisse und das kulturelle Selbstverständnis der Zielgruppe verfügt, um die Website selber zu übersetzen, sollte einen professionellen Übersetzter engagieren.

Das dafür ausgegebene Geld sollte nicht als Verlust angesehen, sondern als Investition gesehen werden, welche schon bald ihre Früchte tragen wird.

Bestellen Sie nicht auch lieber auf Seiten, die auf Deutsch verfasst sind?

Also, wenn es schon möglich ist, den potentiellen Kunden auf seiner gewohnt alltäglichen Sprache anzusprechen und abzuholen:

Warum dann nicht umsetzen? !

Natanael Stürenberg